Zum Projekt

Innerhalb des Quadranten A der ehemaligen Lungenheilstätte „Beelitz-Heilstätten“ entsteht ein Baumkronen- und Zeitreisepfad durch die Wipfel eines 200 Jahre alten Waldparks, von dem aus man den artenreichen Baumbestand und die einzigartige Architektur der aus dem Anfang des 20.Jahrhunderts stammenden Sanatorien und historischen Gartenanlagen erleben und betrachten kann. Schauend und staunend sollen die Besucher in luftiger Höhe schlendern und dabei Wissenswertes über die einzigartige Natur, Architektur und Geschichte des größten Flächendenkmals Deutschlands erfahren. Für Kinder, Jugendliche und sportliche Erwachsene gibt es, im zweiten Bauabschnitt, auf dem Pfad in regelmäßigen Abständen Spaß- und Bewegungselemente.

Zudem erschließt der, in der Endstufe bis zu 1000 m lange, Baumkronenpfad in ca. 20 m Höhe die Ruine eines 1944 ausgebrannten, riesigen Sanatoriums, das seit 65 Jahren sich selbst überlassen ist und auf dessen Dach ein fantastischer, deutschlandweit einmaliger, Wald entstanden ist.

In der Endausbaustufe beginnt der Pfad im Mittelteil der ehemaligen Chirurgie, eines schlossähnlichen Gebäudes aus dem Jahr 1930. Über das zentrale Treppenhaus, das wegen seines Aufzugsschachtes ebenfalls das behindertengerechte Erreichen ermöglicht, gelangt man aus dem Dachgeschoss auf den Pfad.  

Zentral zwischen der Chirurgie und der Ruine liegt, auf der Freifläche eines ehemaligen Freiluftbades, das Kernareal mit einem ca. 36m hohen Aussichtsturm, an dessen Fuß sich ein Gastronomie-Pavillon mit Sanitär- und Verkaufsräumen befindet. Daneben wird ein großzügiger Kinderspielplatz angelegt.

In der 1. Ausbaustufe wird der Pfad am zentral gelegenen Turm beginnen. Wegen des hohen Sanierungsaufwandes wird die Chirurgie erst in einer 2. Ausbaustufe angebunden. Das Projekt ist für alle Bevölkerungsgruppen konzipiert. Es ist absolut behindertengerecht und somit auch für Behinderte, Senioren und Eltern mit Kinderwagen erlebbar. Bestandteil des Konzeptes ist die Wiederherstellung der großzügigen Garten- und Parkanlagen. Auch auf ebener Erde ist der Park eine Attraktion, die auch eine wichtige Naherholungsfunktion haben wird. Eintritt wird nur für den Baumkronenpfad erhoben. Im Park und auf dem Pfad wird es regelmäßige kulturelle und kulinarische Veranstaltungen geben. Perspektivisch auch in den Gebäuden.

Trotz der erwarteten Besucherzahlen ist das Vorhaben ökologisch orientiert. Elektrizität soll nur da eingesetzt werden, wo es unvermeidlich ist. Abgesehen von einem Pavillon am Fuß des Turmes, sollen alle notwendigen Einrichtungen in die vorhandene Gebäudesubstanz platziert werden. Die leerstehenden und von Vandalismus geprägten Gebäude sind Bestandteil des Konzeptes. Die Hüllen dieser Häuser werden restauriert. Innen werden die sie von Müll, Schutt und losem Putz befreit und in einen besenreinen und verkehrssicheren Zustand versetzt. Besucher haben die Gelegenheit die Gebäude während der Öffnungszeiten des Parks zu durchwandern und damit zu erleben. Schritt für Schritt sollen sie auch wieder ausgebaut und genutzt werden.

Mit seiner bundesweit einzigartigen Attraktivität und der, auch als „Sanfter Tourismus“ zu bezeichnenden Ausrichtung, wird das Vorhaben das Leuchtturmprojekt für die Reiseregion Fläming werden.